Gedanken zur Verfilmung

Gedanken zu Verfilmung

Dokudrama

Erzählweise: Wechsel zwischen Spielszenen, Archivmaterial und Inserts, verbunden durch einen (sparsamen) Kommentar.

Grimmes Reden werden in den Kontext des politischen Tagesgeschehens gestellt, auf das sie sich beziehen (Revolution 1918, Verteidigung der Republik 1933, Kontrollkommission 1946), ebenso seine Tätigkeit als Minister. Dazu gibt es reiches Wochenschaumaterial.

Die Spannung zwischen seinem öffentlichen Auftreten als Redner z. B. im Landtag und der „Arbeit im stillen Kämmerlein“ soll ausgespielt werden. Die Beratungen über Gesetzesvorlagen mit seinen Mitarbeitern etc. finden im Dialog statt., der sich auf authentische Äußerungen stützt. Die Stationen seines Privatlebens werden teils inszeniert, teils durch Inserts aus dem umfangreichen Nachlass (Zeugnisse, Briefe, Fotos) belegt. Den „Mann des Wortes“, der Reden, Briefe, Aufsätze schreibt, repräsentiert eine Reise-Schreibmaschine. Sie kommt leitmotivisch hin und wieder wieder ins Bild, und gelegentlich übernehmen die Wörter in der Nahaufnahme die Rolle von Protagonisten, zum Beispiel: „Religiöser Sozialismus“.

Klapp-Erika v. Seidel & Naumann Dresden um 1916. Foto: Antiquariat Peter Kiefer